Mit der Vorstellung des Tesla Roadster wurde 2006 ein weiterer Meilenstein für die Elektromobilität erreicht. Der Sportwagen, der ab 2008 verkauft wurde, war das erste für Autobahnen und längere Distanzen geeignete Elektroauto. Rund 350 km Reichweite und eine Höchstgeschwindigkeit von abgeriegelten 201 km/h setzten neue Maßstäbe. Auch die großen etablierten Hersteller kündigten neue Pläne und Modelle für Elektroautos an. Der Weg dahin verlief im Schatten des Verbrennungsmotors obwohl die Geschichte des Automobils anfangs stark elektrisch geprägt war.




1881: Dreirad von G. Trouve in Frankreich gibt Startschuss für Elektromobilität. Noch bevor Carl Benz sein Patent für einen „Motorwagen“ angemeldet hatte. Man könnte also sagen, dass das erste Auto der Welt ein Elektroauto war. Wenn auch nur mit drei Rädern, aber der Benz Patentwagen hatte auch nur drei Räder.

1888: Die Firma FLOCKEN in Coburg baut das erste 4-rädrige Elektroauto Deutschlands, vielleicht sogar der Welt. Es gibt heute nur noch Nachbauten.

1898: F.Porsche entwickelt und baut sein erstes Elektroauto. Zu besichtigen im Porsche Museum in Stuttgart.

1898: Die Firma HERCULES in Nürnberg stellt ihr erstes Elektroauto – genannt „Electro-Chaise“ – vor, ein Viersitzer, Reichweite 40km, maximale Geschwindigkeit 40 km/h

1899: Das erste über 100 km/h schnelle Straßenfahrzeug der Welt – mit dem Namen : „La Jamais Contente“ – ist kein Benziner sondern fährt elektrisch.

1900: F. Porsche baut das erste Hybridfahrzeug der Welt.

Anfang des 20. Jahrhunderts: Elektroautos wohin man blickt. In USA liegt der Marktanteil bei 38%, nur Dampfautos sind mit 40 % weiter verbreitet.




1907: Der DETROIT ELECTRIC (Hersteller: ANDERSON CARRIAGE CO.) kommt in den USA auf den Markt. Bis 1942 werden immerhin 14.000 Stück gebaut und verkauft. Noch heute sind einige fahrbereit, mit neuer Batterie allerdings. Manche wurden nach Rücknahme und gründlicher Restaurierung ein zweites Mal als Neuwagen verkauft. Es gibt noch einige Original-Exemplare in Museen z. B. in Melle. Es wird berichtet, dass die Henry Ford´s Frau Clara partout keinen Ford, sondern einen DETROIT ELECTRIC besitzen und fahren wollte. Technische Daten: Gleichstrommotor, Reichweite 130 km, Geschwindigkeit Max. 30 km/h, Bleiakku, 94 V, 180Ah, Heckantrieb, 5 Fahrstufen (el.).

1907: Auf der Berliner Automesse werden drei MERCEDES ELECTRIQUE aus dem Fuhrpark des deutschen Kaisers ausgestellt.

1908: Die Post in Berlin stellt über 30 elektrische Zustellfahrzeuge in Betrieb.

1911: Der elektrischer Anlasser läutet Siegeszug der Benziner ein, und damit das vollständige Ende der ersten Elektroauto Phase, in der es weltweit immerhin mehr als 500 Hersteller von Elektroautos gab.

1912: Sämtliche Hotelbusse in Zürich haben Elektroantrieb.

1913: Der BAKER ELECTRIC kommt heraus von dem es heute noch fahrbereite Exemplare gibt.

1914: Ford beabsichtigt das T-Modell elektrisch anzutreiben, ist aber mit dem hohen Gewicht der damals verfügbaren Bleiakkus nicht zufrieden.

1941: PEUGEOT baut ein Einsitzer Mini-Elektroauto Typ VLV mit 1,3 PS, mit nur 3 Rädern, 2,70 m lang für den Stadtverkehr.

1958: DKW baut einige Prototypen von Bussen und Transportern.




1960 : HENNEY KILOWATT hieß ein Elektroauto-Projekt in USA. Dabei rüstete die US Firma HENNEY ca. 50 RENAULT Dauphine Wagen auf E-Antrieb um, mit 12 Stück 6V EXIDE Akkus, Staubsaugermotor (Gleichstrom) 7 PS, 72 V, Reichweite 100 km, Geschwindigkeit max. 100 km/h.

1971: BMW rüstet einige Limousinen Typ 1802 mit Elektroantrieb aus (für die Olympiade in München 1972), Akkugewicht 350 kW, montiert über der Vorderachse.

1972: VW baut 150 Stück Prototypen Typ “T2 Pritschenwagen” mit E-Antrieb, Kurz-/ Dauer-leistung 16 bzw. 19 kW, Akkugewicht 850 kg.

1974: ZAGATO ZELE ELECTRIC, Reichweite 100 km, 40km/h, 8x12V Akkus, 288 Ah, 3 Fahrstufen, Motorleistung 3,5 kW.

1974: Die französische Firma ACOMA SARL bringt die „MINI COMTESSE“ ein dreirädriges Einsitzer-Mini-Auto auf den Markt, Führerscheinfrei, nur wenige Exemplare gebaut als Elektroauto mit E-Motor, max. 25 km/h, Akku 2x12V.

1984: VW baut und testet einige Prototypen des GOLF II mit E-Antrieb, genannt „CITYSTROMER“ mit Blei-Akku und damit sehr geringer Reichweite

1991: Der Prototyp BMW E1 hat einen 32 kW Motor,erreicht 120 km/h und hat eine Reichweite von 200 km, Ladezeit 6 – 8 Stunden

1993: Das Elektroauto HOTZENBLITZ wird immerhin in einer Stückzahl von 140 (bis 1996) gebaut, mit drei Türen oder als Buggy ganz ohne Türen

1996: GM baute und verleaste (nicht verkauft!) ca. 1100 Stück Elektroautos Typ “EV 1”, Reichweite ca. 100 Meilen. zog alle wieder ein nach Vertragsende. Da GM angeblich mit der Performance dieses Typs nicht zufrieden war – im Gegensatz zu vielen Usern – wurden alle Prototypen vernichtet. Dazu gibt es auch u. a. den Dokumentarfilm “ Killing the Electric Car”.

1998: TOYOTA bringt den Typ PRIUS auf den Markt, zwar nur ein Voll-Hybrid, aber ein Schritt in Richtung PLUG-IN Hybrid.