Welches Elektroauto passt zu mir?

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Elektroautos E-Auto

Elektroautos sind ein Top-Thema dieser Zeit. Dennoch sieht man sie noch viel zu selten. Gerade einmal zwei bis fünf Prozent aller verkauften Autos pro Jahr sind mit reinem Strom angetrieben. Doch als „Elektroauto“ zählt alles, was sich elektrisch fortbewegen kann. Darum können auch die Mischformen bzw. Hybride noch zu dieser Fahrzeugklasse gezählt werden. Nimmt man diese Fahrzeuge hinzu, kommt man schon auf eine sehr interessante Auswahl an verfügbaren Autos.

Nutzen versus Lifestyle

So hip und avantgardistisch die Elektromobilität auch ist, für manche Kunden scheitern sie schon an praktischen Überlegungen. Wer viel weite Strecken zurück legen muss, für den taugen die Vollstromer noch nicht viel. Die Reichweiten sind dafür zu kurz und die Ladezyklen sind einfach zu lang. Vertreter, Taxis und Lieferdienste werden deshalb bis auf weiteres nicht ohne Verbrennungsmotor auskommen.

Aber mal ehrlich: Wie genau nutzen Sie Ihr Auto? Wenn Sie damit morgens eine halbe Stunde zur Arbeit und nachmittags eine halbe Stunde zurück nach Hause fahren, spiegelt das die übliche Anwendung von Autos in Deutschland wieder. Diese Leistung können Elektroautos heute locker übernehmen. Alles, woran man denken muss, ist das Auto abends wieder aufzuladen. Hier zeigt sich schon ein ganz enormer Vorteil bei den Stromern: Mit einem Elektroauto hat man die Tankstelle bei sich zu Hause.

Wachsende Auswahl und ihre Folgen

Obwohl es nach wie vor kaum mehr als zwei Handvoll Modelle gibt, wächst der Markt rund ums Elektroauto stetig weiter. Kaum ein Hersteller weigert sich heute noch, in Elektromobilität zu investieren. Das macht es für den Kunden besonders schwer zu einer Kaufentscheidung zu gelangen:

Ein neues Auto hat heute eine Lebensdauer von 14 (Alfa Romeo) bis sagenhaften 26 Jahren (Volkswagen). Doch diese Momentaufnahme von heute ist mehr als relativ zu betrachten: Je mehr sich die Elektroautos durchsetzen, desto schneller werden sie die Verbrenner verdrängen. So geht der Käufer eines Neuwagens heute das hohe Risiko ein, in wenigen Jahren einen rapiden Preisverfall akzeptieren zu müssen. Wie das dann aussieht, kann man an den VW-Dieseln gut betrachten. Es liegt auf der Hand, dass die Verbrenner früher oder später ebenfalls in Ungnade fallen werden.

Das zeigt sich, wenn man die Markpreise des wenig ansehnlichen Toyota Prius der ersten Generation betrachtet. Es ist kaum ein anderes, sechzehn Jahre altes Auto auf dem Markt, welches noch zu Preisen ab 4000 Euro gehandelt wird. Und der Prius ist noch nicht einmal ein Vollstromer, sondern nur ein Hybrid.

Auf Brückentechnologie setzen

Bei der Überlegung nach dem Kauf von einem Elektroauto sollte deshalb mit der Zeit gegangen werden: Noch steht die Technik und die Infrastruktur für eine flächendeckende Versorgung mit Elektroautos nicht zur Verfügung. Mit einem Hybrid erhält man jedoch „Das Beste aus zwei Welten“ – schadstoffarmes, leises und effizientes Fahren mit hoher Reichweite. Mit einem Plugin-Hybrid, also einem elektrisch nachladbarem Fahrzeug mit Benzinmotor, sinkt der Bedarf an fossilen Brennstoffen weiterhin. Und ein Hybrid wird sich auch in zehn Jahren noch gut verkaufen lassen. Davon kann man nach heutigen Überlegungen bei Benzinern und Dieseln bei Weitem nicht mehr von ausgehen.

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